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Auf dieser Seite stellen wir Menschen und Projekte vor, die sich für den Erhalt der Natürlichkeit und Vielfalt auf unserer Erde einsetzen und denen wir soviel Öffentlichkeit wie möglich wünschen.
Was ist das Besondere an alten Sorten? Alte regionale Gemüsesorten sind in ihrer genetischen Ausstattung einmalig und somit sehr wertvoll für den umweltgerechten Anbau. Doch leider werden viele Sorten nicht mehr angebaut und drohen in Vergessenheit zu geraten. Dieses Projekt versucht, möglichst viele dieser alten Sorten zu sammeln und - sofern noch möglich - wieder anzubauen. Gerade die regionalen Sorten wurden oftmals jahrzehntelang vermehrt, da sie optimal hinsichtlich des Bodens, Klimas und der Wasserversorgung an die Regionen angepasst waren und sehr ertragreich waren. Viele dieser Sorten wurden meist über Generationen hinweg in einer Familie oder innerhalb einer Dorfs weitergereicht und waren Grundlage der meist 'typischen' Gerichte. Warum Gemüsesortenprojekt? Leider betreiben immer weniger Menschen einen Nutzgarten, so dass viele der alten Sorten akut vom Aussterben bedroht bzw. mittlerweile komplett verschwunden sind. Dem möchte das Projekt entgegensteuern und möglichst viele Gemüsesorten retten. Inzwischen konnten durch viele Recherchen und Aufrufe in Presse und TV mehr als 150 dieser alten Sorten zusammengetragen werden, manchmal waren es nur noch wenige Körner einer Sorte, die ausfindig gemacht wurden und mit viel Mühe wieder aktiviert und u.a. mit Hilfe von Patenschaften (siehe auch 'Pate werden') vermehrt werden konnten. Nähere Informationen über das Projekt und die Möglichkeit gegen einen Unkostenbeitrag Saatgut zu erwerben unter www.gemuesesortenprojekt.de
Es gibt sie noch, die alten Kartoffelsorten, in rund, oval, ganz dick, fingerförmig oder als Kuriosität gewachsen. Ingrid Matthes, die derzeit etwa 150 Kartoffel-Sorten gesammelt und im Erhaltungsanbau hat, informiert auf der GartenLust über ihre Leidenschaft seltener Kartoffelsorten und über deren Erhaltung. Etliche dieser Sorten hat sie von anderen Sammlern bekommen. Hinzu kommen alle möglichen Gemüsesorten; Karotten, Erbsen, Bohnen, Gurkengewächse, Tomaten und und und… Kontakt: Ingrid Matthes, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt
Tomatenprojekt „Tomatenadel“ Adelheid Coirazza und die Schüler der Klasse 9.2 der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln-Porz ziehen seit 12 Jahren im Frühjahr Tomatenjungpflanzen auf und verkaufen diese dann auf verschiedenen Märkten im Umkreis von Köln und in der Schulgemeinde. Inzwischen ist das Sortiment auf etwa 100 Varietäten angewachsen. Sowohl historische Sorten als auch Neuzüchtungen aus aller Welt gehören zur Auswahl. Tomatenadel-Ziele: - Wir leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, Um Kunden ausführlich beraten zu können, hat die Biologielehrerin Adelheid Coirazza ein kleines, informatives Buch über die von uns angebotenen Tomatensorten zusammengestellt. Mehr über das Projekt und die Verkaufstermine unter www.tomatenadel.de
Edelkrebsprojekt NRW: Eine neue Heimat haben 1000 Jung-Edelkrebse dank des „Edelkrebsprojektes NRW“ in der Großen Laache und im renaturierten Abschnitt des Pulheimer Baches gefunden. PULHEIM - „Kann ich den auch mal auf die Hand nehmen?“, „Ich auch, ich auch“, riefen die Kinder und drängelten sich um Dr. Harald Groß. Natürlich durften sie. Der Projektleiter des Edelkrebsprojektes NRW hatte vorgesorgt. Neben rund 300 kleineren, rund drei Zentimeter großen Edelkrebs-Winzlingen, hatte der Wissenschaftler auch gut zwei Dutzend größere Exemplare mitgebracht. Anfassen war ausdrücklich erlaubt. Schließlich sollten die Schüler, die den renaturierten Bachabschnitt als „Grünes Klassenzimmer“ nutzen, hautnah erleben, wie sich so ein gepanzerter Edelkrebs (auch Europäischer Flusskrebs genannt) anfühlt und nicht nur ihre vielen Fragen loswerden können. Viele Fragen hatten die Kleinen, die kaum abwarten konnten, dass Groß die nach aktiven, vom Aussterben bedrohten Tiere, die aus einer Aufzuchtstation in der Eifel stammen, in ihren neuen Lebensraum hinter der Grabenmeisterei des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach entließ. Die Neugierde der Kleinen kannte keine Grenzen. Wie groß und alt sie würden, ob Gefahren, Krankheiten oder sonstige Bedrohungen im Bach lauerten, ob sich die Edelkrebse auch an Land bewegten, wie alt sie würden und wie es zu dem Projekt gekommen sei, wollten die Kinder wissen. Groß bewies, dass er gut mit Kindern umgehen konnte und blieb keine Antwort schuldig. Mit offenkundiger Freude erzählte er den Kindern, dass die meist einheitlich braun gefärbten, zehnfüßigen Edelkrebse auf 18 Zentimeter „von der Nase bis zum Schwanz“ heranwachsen, zwölf bis 15 Jahre alt werden und die Weibchen rund „200 Kinder“ bekommen. Mit einem beherzten „Ja“ antwortete Groß auf die „gute Frage“, ob sich die Tiere auch an Land bewegten. Pilotprojekt Da die Edelkrebse, die vor rund 100 Jahren noch in vielen Gewässern heimisch waren, längere Strecken an Land zurücklegen könnten, sollten die Leute nur heimische Krebsarten für ihre Gartenteiche auswählen. Der Grund: Wenn sich nicht heimische Exemplare wie der Amerikanische Flusskrebs bei einem Landausflug in den Pulheimer Bach verirrten, dann „überträgt er die Krebspest, einen Pilz, der für heimische Krebse gefährlich oder sogar tödlich ist“. Offenherzig plauderte Groß über die Entstehungsgeschichte des Pilotprojektes am Pulheimer Bach in Kooperation mit dem Unterhaltungsverband Pulheimer Bach. Nie zuvor habe man Edelkrebse in einem renaturierten Bachabschnitt angesiedelt. Das Ganze sei ein Test, mit dem sich überprüfen lasse, ob „die den Bach gut renaturiert haben“. Er und sein Team hätten das Gewässer, das ganz ok, aber sehr stadtnah liege, zuvor kontrolliert und für geeignet befunden. Der „Test kann funktionieren, sicher ist man nie“, so Groß. Den Schülern gab der Leiter des Edelkrebsprojektes NRW, der kurz zuvor 1000 Edelkrebs-Winzlinge in der Großen Laache ausgesetzt hatte, ein Anliegen mit auf den Weg. Er bat sie, Zoofachhändler aufzusuchen und sie auf das Projekt aufmerksam zu machen mit dem Ziel, dass die Verkäufer an ihre Kunden appellieren, niemals exotische Tierarten auszusetzen. Für den Sommer 2010 kündigte Groß nächtliche Kontrollgänge am renaturierten Bachabschnitt an. Im Herbst 2010 und 2011 wird er weitere Edelkrebse kurz vor den Toren Geyens aussetzen. Nähere Informationen unter www.edelkrebsprojektnrw.de
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